Osteuropäische Juden in der Schweiz: Immigranten, Transmigranten und Reisende

Veranstaltung des Instituts für Jüdische Studien und dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Basel

28.03.2012 bis 30.03.2012

Die Veranstaltung findet statt im Kollegienhaus und im Historischen Seminar der Universität Basel
vom 28.-30. März 2012

Seit den 1880er Jahren war die Schweiz Anziehungspunkt für osteuropäische Juden. An der Peripherie der jüdischen Emigrationsrouten nach Übersee gelegen, spielte sie allerdings nur eine untergeordnete Rolle für die Massenemigration aus Osteuropa. Aufgrund der liberalen Zulassungsbestimmungen und der Erschließung des Alpenraums für den Tourismus wurde sie jedoch zur Destination für Studenten, Revolutionäre und Reisende.

Obschon die Jahre in der Schweiz formativ für die weiteren ideologischen, beruflichen und persönlichen Lebenswege dieser Besucher und Migranten waren und sich in den Studentenkolonien in Bern, Zürich, Genf und Lausanne zentrale Akteure osteuropäisch-jüdischer politischer Bewegungen aufhielten, ist dieses Kapitel osteuropäisch-jüdischer Geschichte in der Forschung bisher nur in Teilaspekten bearbeitet. Zudem wurde die Erschließung innerjüdischer Quellen vernachlässigt.

In einem interdisziplinären Workshop, organisiert vom Institut für Jüdische Studien in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Basel sollen deshalb laufende und abgeschlossene Projekte und Arbeiten vorgestellt und in einer Arbeitsgruppe aus Nachwuchswissenschaftlern und etablierten Forschenden intensiv diskutiert werden.

 

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