Lizentiatsstudiengänge Geschichte

Studierende, die ihr Geschichtsstudium vor dem 01.10.2005 begonnen haben, studieren nach der Lizentiatsstudienordnung. Der letztmögliche Termin für den  Lizentiatsabschluss ist der 30. September 2012.

 

Im folgenden finden Sie die Studienordnungen für die Lizentiatsstudienfächer zusammengefasst:

 

Lizentiatsstudium Geschichte


Das Lizentiatsstudium Geschichte kann am Historischen Seminar in Basel als Teil von drei Studienfächern studiert werden. Dabei kann Geschichte sowohl Haupt- als auch Nebenfach sein und als Ganzes oder als Teilgebiet studiert werden. Für das Studium der Geschichte wird Latein vorausgesetzt; bis zu Beginn des Hauptstudiums muss mindestens das Kleine Latinum absolviert sein.
Die Mindeststudiendauer beträgt 8 Semester, wobei während jedem Semester mindestens eine Lehrveranstaltung besucht werden muss. Wir empfehlen jedes Semester eine partizipative Lehrveranstaltung (Proseminar, Seminar, Übung, Arbeitsgemeinschaft, Lektürekurs, Kolloquium oder Exkursion) zu belegen. Zusätzlich sollen Vorlesungen nach freier Wahl besucht werden. Empfohlen werden insbesondere Vorlesungszyklen mit Überblickscharakter.


1.    Aufteilungsmöglichkeiten (Haupt- und/oder Nebenfach)

Am Historischen Seminar kann Geschichte im Hauptfach studiert werden als:
•    Geschichte (Geschichte des Altertums, des Mittelalters und der Neuzeit)
•    Alte Geschichte (Bedingung ist neben dem Latein das Graecum),
•    Allgemeine Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit,
•    Osteuropäische Geschichte (Bedingung ist die Kenntnis mindestens einer osteuropäischen Sprache; Nachweis qua Sprachkurs)
•    Schweizergeschichte (dann muss ein Nebenfach dem Bereich der allgemeinen oder osteuropäischen Geschichte angehören)
Im Verlauf des Studiums werden mindestens 48-64 Pflichtstunden (im Durchschnitt 6-8 Wochenstunden pro Semester) verlangt.

Im Nebenfach kann Geschichte studiert werden als:
•    Alte Geschichte
•    Allgemeine Geschichte des Mittelalters
•    Allgemeine Neuere Geschichte
•    Osteuropäische Geschichte (Bedingung ist die Kenntnis mindestens einer osteuropäischen Sprache)
•    Schweizergeschichte
Im Verlauf des Studiums werden für ein Nebenfach mindestens 32 Pflichtstunden (im Durchschnitt 4 Wochenstunden pro Semester) verlangt.

Es dürfen nicht das Hauptfach und die beiden Nebenfächer dem Bereich der Geschichte angehören.


2.    Gliederung des Studiums

Das Studium der Geschichte gliedert sich in Grundstudium (1. bis ca. 4. Semester) und Hauptstudium (5. Semester bis Lizentiats-Abschluss).

Im Grundstudium wird in den Anforderungen nicht nach Hauptfach oder Nebenfach unterschieden. Im ersten Semester ist ein Proseminar I zu besuchen, das der Einführung in das Studium der Geschichte, in zentrale Arbeitstechniken und Hilfsmittel dient. Anschliessend müssen mindestens zwei Proseminare II absolviert werden, wobei sowohl der Zeitraum vor als auch nach 1500 abgedeckt werden muss. Im Lauf des Grundstudiums, in der Regel in zwei der besuchten Proseminare II, sind zwei Proseminararbeiten im Umfang von 10-15 Seiten zu schreiben. Davon muss eine den Zeitraum vor, die anderen den nach 1500 behandeln.
In den ersten Semestern sollen Studierende propädeutisches Wissen und grundlegende historische Fertigkeiten lernen. Darum empfehlen wir, das Fach Geschichte im Grundstudium in seiner ganzen Breite zu studieren, und zusätzliche Proseminare sowie Übungen und Vorlesungen in weiteren Epochen (z.B. Frühe Neuzeit) und Schwerpunkten (z.B. Frauen- und Geschlechtergeschichte) zu besuchen. Das gilt auch für Lektürekurse zu Methode und Theorie der Geschichtswissenschaften.

Vor dem Übertritt ins Hauptstudium findet ein Beratungsgespräch mit einer ProfessorIn nach Wahl statt, bei dem alle bisherigen Studienleistungen vorgelegt werden. Dieses Gespräch dient als Standortbestimmung und Evaluation des bisherigen Studiums.

Für das Hauptstudium gelten folgende Mindestanforderungen für Seminarteilnahme und Seminararbeiten.
•    Wird Geschichte als Hauptfach studiert, ist der Besuch von 3 Seminaren vorgeschrieben. Dabei müssen 2 Seminararbeiten (jeweils im Umfang von 20-30 Seiten) geschrieben werden, wobei je eine für die Zeit vor und eine für die Zeit nach 1500 (diese Epochengrenze gilt nicht für die Hauptfächer Alte Geschichte und Osteuropäische Geschichte).
•    Im Nebenfach müssen 2 Seminare besucht werden, zusätzlich wird eine Seminararbeit von 20-30 Seiten verlangt.
•    Ist Geschichte Haupt- und Nebenfach müssen 4 Seminare absolviert und 3 Seminararbeiten (20-30 Seiten) geschrieben werden, davon eine für den Zeitraum vor und eine für den Zeitraum nach 1500.

Insgesamt müssen im Lauf des Studiums mindestens je acht SWS Vorlesungen und Übungen besucht werden. Ausserdem werden hilfswissenschaftliche Kenntnisse (u.a. Lesepaläographie, Archivkunde etc.) bei der Lizentiatsprüfung vorausgesetzt.


3.    Lizentiatsprüfung

Der letzte mögliche Anmeldetermin für das Lizentiat ist im Frühjahrssemester 2011 (letzte Prüfungen Frühjahrssemester 2012). Alle relevanten Daten finden Sie auf der Website der Philosophisch-Historischen Fakultät.
Prüfungsberechtigte DozentInnen sind hier aufgeführt.

Zu den oben genannten Mindestanforderungen kommen im Hauptfach für das Lizentiatsexamen folgende Prüfungsbedingungen hinzu:
•    Eine Lizentiatsarbeit von 5-6 Monaten.
•    2 Prüfende, je einer vor und nach 1500 für die Hauptfächer Geschichte, Allgemeine Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit und Schweizergeschichte
•    1 Prüfende/r für die Hauptfächer Alte Geschichte und Osteuropäische Geschichte

Studium und Prüfung in den Hauptfächern Geschichte, Allgemeine Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit und Schweizergeschichte umfassen:
1.    Allgemeine und Schweizergeschichte nach 1500
2.    Allgemeine und Schweizergeschichte des Mittelalters oder des Altertums. Geprüft wird nur in Mittelalter oder Altertum. Im nicht geprüften Bereich müssen im Laufe des Studiums mindestens 2 Vorlesungen und eine partizipative Lehrveranstaltung besucht werden.

Bei der Prüfung im Hauptfach wird in der Regel ein Überblick über das Fach vorausgesetzt. Zudem werden in den Hauptfächern Geschichte, Allgemeine Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit und Schweizergeschichte vertiefte Kenntnisse in je drei Spezialgebieten vor und nach 1500 verlangt, im Hauptfach Alte Geschichte vertiefte Kenntnisse in je einem grösseren Teilgebiet der griechischen und der römischen Geschichte gefordert und im Hauptfach Osteuropäischer Geschichte drei Spezialgebiete geprüft.
Das Lizentiatsexamen im Hauptfach besteht aus einer vierstündigen schriftlichen Klausur und einer einstündigen mündlichen Prüfung. In den Hauptfächern Geschichte, Allgemeiner Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit und Schweizergeschichte wird die Klausur zu einem der drei Themen vor 1500 geschrieben, wenn die Lizentiatsarbeit zu einer Epoche nach 1500 verfasst wurde resp. nach 1500, wenn die Lizentiatsarbeit zu einer Epoche vor 1500 verfasst wurde.

Das Lizentiatsexamen in einem historischen Nebenfach wird von 1 Prüfenden durchgeführt und umfasst neben einem Überblick über das Fach, vertiefte Kenntnisse in drei Spezialgebieten. Im ersten Nebenfach besteht die Prüfung aus einer vierstündigen schriftlichen Klausur und einer 45-minütigen mündlichen Prüfung; im zweiten Nebenfach aus einer 45-minütigen mündlichen Prüfung.

Das Lizentiatsexamen kann als Oberlehrer-Fachprüfung angerechnet werden, wenn das Hauptfach ein ganzes Schulfach ist und die beiden Nebenfächer zusammen ein weiteres Schulfach ergeben.


4.    Rechtliche Grundlage

Studienordnung für das Fach Geschichte. Neufassung vom 1. Juli 1994 (als pdf Download).