Das Masterstudium Osteuropäische Geschichte
Im Masterstudium Osteuropäische Geschichte lernen Studierende Osteuropa, seine Geschichte, seine Menschen und deren Lebenswelten kennen. Sie tauchen ein in eine faszinierende und reiche Vergangenheit, vollziehen das Handeln der Akteure vergangener Zeiten nach und ordnen diese in heutige Vorstellungen ein. Osteuropäische Geschichte zu studieren heißt somit, neugierig, aufgeschlossen, engagiert und initiativ zu sein.
Das Masterstudienfach Osteuropäische Geschichte beschäftigt sich mit einem geschichtsträchtigen Großraum, der von den neuen Beitrittsländern der Europäischen Union bis zur Ostgrenze Russlands reicht, und dabei Südosteuropa und den Kaukasus mit einschliesst. Dieses Osteuropa ist eine komplexe Überlap-pungszone verschiedenster Ethnien, Sprachen, Religionen und Kulturen, in der die unterschiedlichsten Grossmächte sowie eine kommunistische Vergangenheit deutliche Spuren hinterlassen haben, die bis in die jüngste Gegenwart zu bemerken sind.
Schweizweit wird das Fach Osteuropäische Geschichte nur an zwei Universitäten (Basel und Zürich) unterrichtet. Basel ist besonders auf die Zeit seit dem 18. Jahrhundert spezialisiert und beschäftigt sich somit mit den zentralen Phasen der grossen Revolutionen, Aufstände, des Kommunismus und den gesellschaftlichen Umbrüchen in Osteuropa. In der Lehre wird der osteuropäische Grossraum in die drei Teilräume Russ-land/Sowjetunion/GUS, Ostmitteleuropa und Südosteuropa gegliedert. Die Basler Osteuropäische Geschichte zeichnet sich zudem durch die Erforschung der transnationalen „stateless cultures“ aus, beispielsweise der Kulturen der Juden oder der Roma. Im Zentrum stehen die einzelnen Menschen, ihre Lebenswel-ten und ihr Alltag. Besondere Berücksichtigung finden aktuelle Fragen zur Aufarbeitung der Vergangenheit und zu Erinnerungskulturen.
Die Studienstruktur und die Anforderungen des Masterstudium der Osteuropäischen Geschichte sind ausführlich in der Wegleitung Geschichte erläutert. Die juristischen Grundlagen sind der Studienordnung zu entnehmen.
Voraussetzung und Zulassung
Zulassungsvoraussetzung zum Masterstudienfach Osteuropäische Geschichte ist der Bachelorabschluss im Studiengang Osteuropa-Studien der Universität Basel oder gleichwertige Studienleistungen im selben Umfang in einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule. Ferner wird der Bachelorabschluss im Studienfach Geschichte der Universität Basel oder gleichwertige Studienleistungen im Umfang von 60 KP in der Studienrichtung Geschichte einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule akzeptiert; allerdings müssen hierbei mindestens 20 KP aus dem Bereich der Osteuropäischen Geschichte erbracht worden sein.
Der Nachweis einer modernen osteuropäischen Sprache muss erbracht werden. In der Regel wird dies Russisch sein, doch ist auch jede andere in Osteuropa vertretene Sprache möglich, beispielsweise nicht-slavische Sprachen wie Jiddisch, Ungarisch oder Litauisch.
Das Lateinobligatorium kann durch Altgriechisch, Althebräisch, Altpersisch, Altchinesisch, Altkirchenslavisch oder durch eine zweite moderne osteuropäische Sprache ersetzt werden. Sofern eine der erforderlichen Sprachen bei der Zulassung zum Studium nicht nachgewiesen werden kann, muss der Nachweis vor Abschluss des Masterstudiums erbracht werden.


